Understatement ist alles bei den Taschen der britischen Designerin Emma Brown: Aus samtig gewaschenem oder gewebtem Kalbsleder gefertigt, vereinigen sie klassische Formen und klare Linien mit raffinierten Leder-Spielereien; hergestellt in einem traditionellen, italienischen Handwerksbetrieb, “Fair Trade” unterstützend, erscheinen sie in schlichten, satten Farben wie kühlem Beige und Cognacbraun. Vor allem aber verbergen sie einmalige Details: ein an einem Lederband befestigter Karabiner-Haken im Tascheninneren verhindert etwa, dass selbst der kleinste Schlüssel im Taschengewühl unauffindbar bleibt. Ausgestattet sind sie stets mit einem cremefarbenen Innenfutter, das einen nie wieder nach verlorenen Autoschlüsseln im dunklen Handtaschen-Nichts suchen läßt.
Von London über Hamburg nach München: ob in der britischen Modemetropole oder in ihrer jetzigen Wahlheimat, nie habe sie die passende Tasche gefunden, so Brown, nie schien es darin genug Platz zu geben, um einen Tag im Leben einer vielbeschäftigten jungen Frau zu bestehen. Meist sei sie ihr zu sportlich oder zu verspielt: Auch in ihrer Kollektion gibt es dekorative Details wie handgenähte Lederblätter, doch sind diese jederzeit abnehmbar. In ihr Shopper-Modell MIA passen neben Laptop und Schminktäschchen auch ein Paar Laufschuhe.
Ihre Taschen, so Emma Brown, seien eben für die Frau von heute: schlicht und sportlich, aber auch edel und elegant. Ob beim Arbeiten, Ausgehen, Einkaufen oder Muttersein, eine Tasche soll eben Lebensbegleiter sein, auffallen, aber nie die Show stehlen.
Mit ihrer Kombination von städtischer Mondäne, deutscher Präzision, italienischer Handwerkskunst und einer Portion britischen Humors sorgt Emma Brown mit ihrer Taschenkollektion für einen Hauch Inselfrische auf der hiesigen Modebühne. Luxus “made in Germany”, aber vor allem: “very British”.
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